Hochzeit :: Mein Kleid fürs Standesamt

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Mir war klar, dass ich mir mein Hochzeitskleid selbst nähen werde. Ich nähe sooo viel selbst, dass es echt komisch wäre, ein Hochzeitskleid zu kaufen. Ich wollte kein Megahochzeitsspitzentüllundreifrock-Kleid, sondern ein tolles Kleid, das etwas Besonderes ist, das gut zu mir passt und das ich auch bei anderen Gelegenheiten anziehen kann. Das sollte also auch machbar sein, dachte ich mir.

Ganz so einfach wie gedacht war es dann nicht. Schnell hatte ich eine Vorstellung, wie es ausschauen könnte. Ich habe mir einen Schnitt gekauft, der allerdings nicht so 100%ig passte. Die Änderungen am Schnitt zu machen, fiel mir trotz Abstecken durch meine Schwester schwer, das Ergebnis überzeugte mich nicht.


Ich hatte zum Glück früh genug begonnen und so beschloss ich, mich in die Hände von Walter Lunzer zu begeben. Seine unglaublichen Fachkenntnisse, sein gutes Gespür für Dinge, die zu einem passen und die einem stehen und seine unglaublich wertschätzende Art hatte ich seit dem Nähen meiner Cordhose in bester Erinnerung. Also: Stitching Session gebucht! 


Und das ging so: Ich habe ein Kleid aus Walters Nullkollektion anprobiert, er hat die Änderungen abgesteckt und wir haben einen für mich passenden, also maßgeschneiderten Schnitt erstellt. Nach einem ersten, ganz schnellen Probe-Oberteil haben wir noch kleine Änderungen am Schnitt gemacht und ich habe mir für die angeschnittenen Ärmel entschieden. Zuhause habe ich dann aus einem schwarzen Stoff aus meinem Fundus ein weiteres Probeteil genäht.

Dieses Teil hat mir allerdings so gut gefallen, dass ich es nicht beim Probeteil belassen wollte. Ich habe mich stattdessen entschieden, mir nicht nur ein Hochzeitskleid zu nähen, sondern zwei! Ein blaues (wie ursprünglich geplant) und ein schwarzes Kleid. Dass ich bei der Standesamtlichen Trauung schließlich das schwarze Kleid an hatte, war nochmal eine ziemlich kurzfristige Entscheidung - aber ein schwarzes Kleid am Standesamt ist einfach ein Statement. Und meine Oma hat auch in schwarz geheiratet, das gefiel mir.


Ich habe also am Probeteil ziemlich viel aufgetrennt, ein Futter hinzugefügt und unterhalb der Taille einen halben Kreisrock dran genäht. Dafür (und fürs Futter) habe ich einen Batist von Atelier Brunette verwendet. Den hatte ich schon zuhause und als "marine" bestellt, er war mir allerdings zu lila. Also habe ich ihn kurzerhand schwarz gefärbt und so hat er wunderbar zum Oberteil gepasst. Die Origami-Vögel sind im selben grau-schwarz wie das Oberteil, eine perfekte Farbklammer. Auf die Naht zwischen Oberteil und Rock habe ich noch eine wunderschöne schwarze Spitze genäht. Die selbe Spitze hab ich auch auf den Saum des Unterrocks genäht. Auf den Unterrock drauf habe ich auf Hüfthöhe gerafften Brauttüll draufgenäht, damit der Roch etwas Stand hat und schön schwingt, wie man am ersten Foto gut sehen kann. ;-)


Der Support beim Nähen durch Walter in den Stitching Sessions war auch wirklich großartig. Diese Begeisterung seinerseits, seine Wertschätzung, sein Know-how sowohl das Nähen als auch die Wissensvermittlung betreffend haben mich sehr begeistert! Ich habe auch wirklich viel gelernt, das Kleid ist echt sehr professionell verarbeitet.

Also. Ich sags euch: Das ist einfach mein Kleid. Mein Schnitt. Meine Farbe. Das bin ich! Wundervoll, so zu heiraten!


Und wundervoll, mit diesem Mann weiter durchs Leben zu gehen!


Fotos: Caterina Donner (Sie ist wunderbar. Große Empfehlung!)

Und weil ich meine Freude so gerne teilen möchte, schau ich mal wieder bei RUMS 32/17 vorbei!

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Hochzeitskleid
Schnitt: Selbst gemacht in den Stiching Sessions von Walter Lunzer. Jetzt Termin für September reservieren! ;-)
Stoff/Material: Stoff fürs Oberteil aus meinem Fundus; Stoff für den Rock von Atelier Brunette, Bye Bye Birdie, navy, allerdings selbst eingefärbt; Futter für den Rock und Brauttüll vom Komolka; Spitzenborte vom "Borten-Peter" in der Neubaugasse in Wien.

Top Malia, Hochzeitscardigan und ein FrauAntje-Rock

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Als das letzte La Maison Victor bei mir angekommen ist, hab ich mich sofort ein einige Schnitte verliebt. Als erstes habe ich mir das Top Malia aus einem leichten Viskose-Webstoff genäht. Den Stoff habe ich schon vor 1,5 Jahren bei stoff+stil in Berlin gekauft und seit dem habe ich ihn gut gehütet, bis das richtige Projekt daher kam.

Das Top hat Brustabnäher mit einer Raffung. Dieses Detail finde ich wirklich sehr raffiniert und hübsch und es es ermöglicht eine angenehme, luftige Weite des Shirts. Das Shirt ist recht schnell genäht, nur mit der unsichtbaren Einfassung mit Schrägband konnte ich mich auch hier nicht anfreunden. Irgendwie schien das Schrägband viel zu schmal, um in doppelter Stofflage gut zu versäubern. Also ich habe ich es beim Halsausschnitt nochmal versäubert, das ist allerdings leider nicht so toll geworden, der Ausschnitt steht in einer der Rundungen etwas ab. Ärgerlich. Ich überlege, es nochmal neu zu machen... 


Hier trage ich eine FrauAntje aus dunkelblauem Babycord dazu. FrauAntje ist ein Schnitt von fritzi&schnittreif und eigentlich für dehnbare Stoffe, vor allem für Jersey, gemacht. Ich habe schon zwei Röcke nach diesem Schnitt aus Jeans-Sweat genäht, die liebe ich sehr! Auch dieses Exemplar aus nicht-dehnbarem Stoff, natürlich mit einem Jersey-Bündchen oben, finde ich toll, ich trage diesen Rock auch sehr gerne. Bevor ihr den Rock ebenso aus Webstoff näht, messt bitte genau nach und überlegt, ob vielleicht eine Nummer größer besser passen würde.

 
Wenn es ihn der Früh oder am Abend kühler ist, finde ich mein Hochzeitsjäckchen schön zu Top Malia und FrauAntje-Rock. Zu meinem blauen Brautkleid (das ich euch bald hier zeigen werde) habe ich mir einen Lisbon-Cardigan genäht. Never change a winning team - der Schnitt ist einfach total meins! Diesmal habe ich passend zum Kleid die kurze Länge und für die Ärmel in 3/4-Länge gewählt. Genäht habe ich den Cardigan aus Bio-Jersey aus dem :: stoffbüro ::, der nun auch wieder ebendort verfügbar ist, also jetzt bestellbar und dann ab 15. August nach der Sommerpause verschickt. :)


Die Knöpfe finde ich besonders schön und stimmig: Ich habe sechs verschiedene Knöpfe verwendet, es sind ein paar alte Perlmuttknöpfe und durchsichtige Plastikknöpfe im Bleikristall-Look mit dabei. Allesamt gefunden in Omas Kiste. Und der unterste Knopf ist ein Permuttknopf von Merchant & Mills, die habe ich auch beim Kleid meiner Trauzeugin verwendet. Hach, alles sehr bedeutungsschwanger! :-)

Wie ich den kurzen Cardigan im Alltag einsetzen werde ... da experimentiere ich noch ein wenig. Zu taillierten Kleidern ja, aber wie zu Hosen? Oder Shirts? Blusen? Ich begebe mich mal auf Recherche, wobei ich das hier eh schon ganz nett finde. Was meint ihr?

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Top
Schnitt: Top Malia, La Maison Victor, 4/17
Stoff: Viskose-Webstoff von stoff+stil

Rock
Schnitt: FrauAntje von fritzi&schnittreif
Stoff: Babycord aus meinem Fundus

Cardigan
Schnitt: Lisbon-Cardigan, in deutscher Übersetzung aus der Näh-Connection. Der Schnitt wurde mir zur Verfügung gestellt, herzlichen Dank an Annika!
Stoff: Bio-Jersey, marine aus dem :: stoffbüro ::

hotsummerfreebie :: lila

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Habt ihr es schon gesehen? Monika von schneidernmeistern hat einen neuen Schnitt rausgebracht! Das #hotsummerfreebie ist ein luftiges Sommerkleid, mit sehr schönen und durchdachten Details. Die machen den Schnitt wirklich zu was Besonderem. Die französischen Nähte, der abgerundete Vokuhila-Saum... toll!

Und ihr dürft euch besonders über diesen neuen schneidermeistern-Schnitt freuen: Denn das #hotsummerfreebie gibt es den ganzen August kostenlos, mit deutscher oder englischer Textanleitung, zum Download!


Vorne und hinten sieht der Schnitt französische Nähte vor. Die "Nahtwurst" ist für die rechte Stoffseite vorgesehen, was ich wirklich cool finde! Ich habe mein Kleid aus Leinen genäht und ich habe die französische Naht sogar etwas breiter gemacht als in der Anleitung gedacht, das passt nämlich gut zur Struktur vom Leinen. Falls es ganz schnell gehen soll oder mitunter auch, wenn ihr einen gemusterten Stoff vernäht, könnt ihr die französischen Nähte auch weg lassen.

Der Schnitt ist für Webstoffe gemacht. Ich habe lilafarbenes Leinen aus meinem Fundus vernäht. Die Säume werden mit Schrägband verstürzt. Das wollte ich eigentlich auch machen, allerding war das Leinen dafür doch zu dick und bockig, so dass der Saum am Hals alles andere als schön gelegen ist. Also habe ich die Versäuberung kurzerhand abgeschnitten und mit meinem Overlock einen Rollsaum gemacht. (Der Halsausschnitt ist folglich größer als im Original!) Auch bei den Armen und dem unteren Saum. Hochsommer-Verarbeitung würde ich sagen - denn bei 38 Grad draußen und 30 Grad drinnen hatte ich keinen Nerv mehr für das Zuschneiden von Belegen, die sich alternativ schön machen etc. #hotsummersewing

Ich werde die Naht im Rücken das nächste Mal ein wenig an mein Hohlkreuz anpassen. Aber sonst würde ich nichts anders machen! Oder ... wahrscheinlich würde ich bei einem dünnen Stoff dem Schrägband doch noch eine Chance geben! ;-)


Ich habe das Kleid gestern schon ausgeführt und ich kann nur sagen, dass es sich einfach wunderbar trägt. Auch die originale Länge taugt mir bei meinen 1,62 m sehr. Also, schaut bei Monika vorbei und näht euch euer #hotsummerfreebie und übersteht damit diese Hitzewelle gut!


Jetzt trinke ich kalten Kaffee und literweise Wasser, fächere mir Luft zu und fürchte mich schon davor, die Wohnung zu verlassen - denn mein #hotsummerfreebie hängt zum Trocknen am Wäscheständer.

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Kleid
Schnitt: #hotsummerfreebie von schneidermeistern, gratis im August auf Deutsch und Englisch
Stoff: Aus meinem Fundus.

Hochzeit :: Zirkuswiese und Sackerln für die Kinder

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Unser Hochzeitsfeste haben wir mit vielen Familien gefeiert. Es waren ganz ganz viele Kinder da, für die das Fest natürlich auch ein Spaß sein sollte. Davon erzähle ich euch heute, vielleicht könnt ihr ja das eine oder andere als Inspiration mitnehmen...

Jedes Kind hat ein kleines Stoffsackerl bekommen, in dem ein Luftballon und je nach Alter, ein Päckchen Plastilin bzw. ein Schleichtier oder intelligente Knete drinnen waren. Und Glitzer-Masking-Tape, ein Hit! Die Stoffsackerln konnten die Kinder bei der Malstation mit Stoffmalstiften bemalen. Damit sich die Farbe nicht durchdrückt, hatte ich Kartons zum Reinstecken vorbereitet. Die Malstation ist sehr gut angekommen, es hat Kindern (und Eltern) Spaß gemacht.

Hier oben könnt ihr einen Blick auf den Tisch der Hochzeitsvorbereitungen werfen. Das schaut vielleicht chaotisch aus, aber eigentlich war alles ziemlich gut organisiert! ;-)


Das Hochzeitsfest haben wir in einem idyllischen Hotel mit Innenhof gefeiert, über eine schmale Stiege ist man zum Garten rauf gekommen. Wir haben gegrübelt, wie wir den Garten einbinden können, ohne dass die Gäste den ganzen Nachmittag und Abend überall verteilt sind. Da hatten wir die Idee, den Garten als Programmpunkt zu gestalten und so haben wir zwischen 17 und 18 Uhr auf die Zirkuswiese für Groß und Klein geladen! Um 18.30 gab es dann Abendessen, das war also ein guter Zeitpunkt für die Artist_innen-Action!

Hier oben seht ihr die Stationen, die wir angeboten haben. Wir hatten die Zetten foliert und haben vor Ort noch weiße Luftballons dazu gehängt.

Es gab unterschiedlichste Dinge zum Ausprobieren, Erlernen, Herzeigen und Zuschauen und ich war total überrascht, wie gut die Zirkuswiese angekommen ist! Erwachsene haben sich im Jonglieren geübt, ihre Künste am Diabolo vorgeführt, Kinder sind über die Slackline balanciert und haben Riesenseifenblasen produziert. 


In den Wochen vor der Hochzeit gab es bei uns regelmäßig Bohneneintopf mit Pfirsichkompott, so dass wir 12 leere, große Dosen fürs Dosenschießen zur Verfügung hatten. J und ich haben die Dosen mit schwarzem Packpapier und Maskingtape gestaltet. Ich habe drei Wurfsäckchen dazu genäht.


Dann gab es noch diverses Wurfspielzeug. Mit dabei hatten wir unterschiedliche Bälle, einen Wasserball, Ringe und zwei Brautschleier-Wurfdingsis. Die habe ich selbst genäht: Ich habe zwei Stoffquadrate zu einer Pyramide genäht, in eine Naht habe ich 6 Streifen ganz feinen Brautschleier genäht und gefüllte habe ich sie mit so einem Kunststoff-Granulat, das man für Stofftiere verwenden kann.


Toll an diesen Wurfdingsis ist, dass die so schön anzusehen sind, wenn sie fliegen. Und dass sie recht langsam fliegen und man sie durch den Schleier gut fangen kann.


Und dann gab es noch Jonglierbälle. Ich wollte ja bis zum Hochzeitsfest Jonglieren können. Aber ich habe nicht oft genug geübt und so kann ich es bis jetzt nicht wirklich. Die Basis ist jedoch schon ganz gut, dass ich mich also bei der Feier nicht blamiert habe! Die Pryamidensäckchen hab ich genäht, ebenso mit diesem Granulat gefüllt. Sie sind allerdings ziemlich leicht und so ist es nicht so einfach, damit zu Jonglieren. Somit halte ich mich erstmal wieder an die gestreiften Bälle, die mir meine Kollegin aus alten Socken genäht hat!


Erstaunlich fand ich jedenfalls, wie viele unserer Freunde Jonglieren, Balancieren, Diabolieren etc. können! Da lernt man ganz schön viele verborgene Talente kennen! Cool! Überhaupt war die Zirkuswiese ein voller Erfolg!

Die Idee, das Angebot zeitlich begrenzt zu setzen war gut. So war die Wiese während der schlussendlich 1,5 Stunden gut gefüllt und danach war wieder der Hof das Zentrum des Geschehens. Wobei sich die Kinder eigentlich das ganze Haus erobert haben. Hach, großartig war das!

Cardigan Kathi :: Drei mal Blau

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Hier war es ja etwas länger ziemlich ruhig, im echten Leben war es aber ziemlich aufregend und schön in den letzten Wochen! Wir haben nämlich unsere Hochzeit gefeiert! Mit selbst gedrehten Ringen, selbst genähten Kleidern, mit unglaublich tollen Menschen um uns rum, bei bestem Wetter und in so unglaublich entspannter Atmosphäre, mit viel Spaß und Freude ... schöner als ich mir das vorgestellt hatte und doch genau so, wie gewünscht. Eine Hochzeit, wie sie nicht besser zu uns passen könnte.

Meine Kleider, das Outfit des Sohnes und meiner Trauzeugin und so manch anderes gibts hier zu sehen, sobald ich die Fotos unserer Fotografin habe. Aber erstmal zeige ich euch die Jacke des Sohnes, die ich ihm schon sooo lange nähen wollte. Jetzt, zur Komplettierung seines genialen Hochzeits-Outfits, habe ich ihm den Cardigan Kathi in drei verschiedenen Blautönen genäht.


Der Cardigan-Schnitt von Fabelwald sieht die Teilung mit Passe vor und das bietet sich natürlich total für einen Farbverlauf aus Reststoffen an - in diesem Fall sind es Sweat-Überbleibsel von Nosh sowie Bündchen aus dem :: stoffbüro ::.


Ich habe am Cardigan allerdings ein paar Kleinigkeiten verändert: Nachdem ich den Schnitt ganz klar haben wollte, habe ich statt der abgerundeten Teilungsnähte vom Cardigan Kathi die waagrechten Teilungsnähte vom Robin Hoodie-Pulli übernommen. Und ich habe den Cardigan in der Gesamtlänge um 3 cm verlängert, da ich die Jacke mit ausreichend Mitwachspotenzial haben wollte.


Aber! Eine weitere Änderung musste ich notgedrungen noch machen: Nachdem der Cardigan für den nicht mal 110 cm großen Buben noch reichlich ist (ich habe Größe 116 genäht) und ich das Halsbündchen etwas großzügig bemessen hatte, hat es sich nicht schön an den Hals gelegt. Da ich die Knopfleiste nach Catrins Tutorial aus dem E-Book schon so schön fertig gestellt hatte, habe ich nur das Bündchen runter getrennt und verkürzt, daher die Naht bei der Hinteren Mitte. Außerdem habe ich einen Abnäher bei jeder Schulternaht angebracht.... 110 wäre bestimmt passgenauer gewesen, aber ich habe es nun so auch echt gut hinbekommen und finde ihn super! Und J mag die Jacke auch total gerne. Und er konnte sie - wie ihr auf den Bildern seht, bei unserem Hochzeitsurlaub in den Bergen schon ausgibig tragen. Beim Spazieren, Fischen, Steine sammeln und entdecken.



Ich muss sagen, dass ich diesen Farbverlauf wirklich großartig finde! auch an mir könnte ich mir so ein Jackerl gut vorstellen... nur fürchte ich, dass die Reste für diesmal nicht mehr groß genug sind.


Ich mag auch die Jersey-Drücker, die dem Cardigan eine sportliche Note geben, ohne dass er jetzt wie eine Trainingsjacke aussieht.


Die Jacke kam zu später Stunde beim Hochzeitsfest zum Einsatz. Und was der Sohn zur Hochzeit noch getragen hat, das zeige ich euch bald. Stay tuned! :)

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Jacke
Schnitt: Cardigan Kathi von Fabelwald. Danke fürs zur Verfügung stellen des Schnittmusters!
Stoffe: Bio-Sweat von Nosh; Bündchen marine, Bio-Qualität aus dem :: stoffbüro ::


Meine Jeans

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Ich hab mir eine Jeans genäht und ich bin total begeistert von dieser Hose! Ich hatte in den Stitching Sessions von Walter Lunzer schon letztes Jahr einen Hosenschnitt gezeichnet und mir damals eine Cordhose genäht. Das war leider keine so erfreuliche Geschichte, denn die Hose wurde weiter und weiter und weiter. Selbst meine Versuche, sie enger zu nähen machen sie nicht tragbar. Also lag der damals total motiviert bestellte Denim fast ein Jahr lang rum. 

Dann kam die Jeanswerkstatt und ich war wieder voller Zuversicht, dass das doch noch was wird, mit mir und einer leiwanden Jeans. Und dann kamen noch zwei Urlaubstage im Mai und diese und noch zwei Abende oder so verbrachte ich mit dem Nähen meiner Jeans.

Am damals gezeichneten Schnitt habe ich noch einiges angepasst. Einerseits war sie mittlerweile zu weit und der Bund war mir zu hoch. Den Bund habe ich allerdings erst an der fast fertigen Hose gekürzt, also einfach oben rum 1 cm abgeschnitten und zudem den Bund schmäler gemacht, was natürlich auch den Tascheneingriff etwas niedriger macht. Aber das fällt wohl nur mir auf.


Was ich an meinem Hosenschnitt einfach total genial finde, ist die gebogene Passe und die Tatsache, dass es nur eine Po-Tasche gibt. Ich finde das wirklich optimal für meine Figur! Da bin ich Walter wirklich dankbar für seine Expertise und seine Beratung!  


Das Nähen einer solchen Jeans ist schon recht aufwändig. Die ganzen abgesteppten Nähte, Kappnähte, Taschen etc. Aber es zahlt sich voll aus. Und ich denke, dass es beim nächsten Mal und mit der Overlock schon schneller gehen wird.

Meine wichtigsten Begleiter beim Nähen waren das Workbook aus der Jeanswerkstatt  und Walters unglaublich tolle Videos zur Verarbeitung des Tascheneingriffs und des Hosenschlitzes. Also die Videos kann ich wirklich total empfehlen - damit gelingt selbst der Hosenschlitz ganz einfach! 

Das einzige, was mich an meiner Hose etwas stört ist, dass sich ein Hosenbein ein wenig nach innen dreht. Walter hat sich das angeschaut und erklärt, dass sich manche Jeansstoffe nach dem Waschen etwas verziehen und das dürfte hier wohl der Fall sein. Ärgerlich, aber man könnte in meinem Fall auch von jammern auf hohem Niveau sprechen, denn ich trage die Hose schon seit einigen Wochen echt gerne und denke, dass es kaum auffällt.


Wenn man aber einen Blick ins Innere der Jeans wirft (und das schirchste Knopfloch der Welt ignoriert ;-)) macht das jede Arbeitsstunde wett. Soooo wunderschön, oder? Das Taschenfutter ist aus blau-weiß kariertem Hemdstoff und die Kanten sind mit Schrägband aus dem Weihnachtspaket vom :: stoffbüro :: versäubert. 


Nun bin ich mit meiner Jeans und einem wundervollen, handgedruckten indigoblauen Stoff aus dem Stoffsalon gerüstet für die #12coloursofhandmadefashion. Der Juni ist nämlich blau, wie cool! Die Bluse müsste ich nur noch nähen! :-D


Meine Freude über meine erste selbst genähte und total tragbare Jeans teile ich heute mit RUMS 25/17. Kommt gut ins Wochenende!

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Jeans
Schnitt: Selbst gemacht in den Stitching Sessions bei Walter Lunzer
Stoff: Bio Denim Montreal, 9,5 OZ, 99% Bio-Baumwolle, 1% Elastan, von Lebenskleidung, Schrägband Streifen marine/weiß aus dem :: stoffbüro ::, Taschenfutter aus meinem Fundus, Perlmuttknopf von Herzilein

LeBretöngchen :: Regenbogen

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Habt ihr es schon gesehen? Bei Petra von pedilu gibt es für LeBretöngchen, ihren neuesten Basic-Bretonshirt-Schnitt, Sommerärmel als Freebie. Im Paket sind normale kurze Ärmel und Kappärmelchen drinnen. Ich habe mich total über die normalen kurzen Ärmel gefreut und für J gleich ein neues Shirt genäht.


Ein Regenbogenshirt, das bei der Regenbogenparade letzten Samstag in Wien zum ersten Mal zum Einsatz kam. Und danach auch noch beim Spielen, Sandspielen und Gatschen. Wegen Wind und nicht allzu warmem Wetter mit Langarmshirt drunter, das geht auch gut. Ich habe das Shirt nämlich diesmal schon in Größe 116 genäht, damit es nächsten Sommer auch noch passt. Und ich muss gestehen, dass ich es erstaunlich gut passt! Vielleicht muss ich das Kind nochmal vermessen, ich dachte, es ist zwischen 107 und 110 cm groß!? ;-)


Das einzige, was mich etwas wundert ist der Halsausschnitt. Der war doch eigentlich ein wenig weiter?!? Ich muss beim Schnitt mal checken, ob ich mich da mit den Linien vergogelt hab, denn es gibt ja auch die Option, einen U-Boot-Ausschnitt zu machen, vielleicht hab ich da was vermischt? Ich mein, es ist kein Problem, weil es so gut passt, aber beim ersten LeBretöngchen war es dann doch einen Tick weiter.

Hier noch ein paar Eindrücke von dem Shirt solo getragen. Ich mag es echt totaaaal gerne! Auch aus dem Stoff, so wunderbar bunt und fröhlich. Das ist der Jersey zu den Einhornstoffen von Hamburger Liebe für Albstoffe, gekauft bei den Biostoffen. Da fällt mir ein, die Einhörner habe ich ja auch vernäht und euch noch nie gezeigt, das sollte sich auch ändern...


Jedenfalls: Ich finde das Shirt echt genial, mein bisheriger Lieblingsschnitt für Kindershirts hat damit echt große Konkurrenz bekommen! Danke Petra dafür! Und euch kann ich den Schnitt LeBretöngchen wirklich sehr empfehlen, gibts z.B. hier im :: stoffbüro :: und das Sommerärmel-Freebie gibts dort auch! 


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Regenbogenshirt
Schnitt: LeBretöngchen, mit Sommerärmel-Freebie, von Pedilu
Stoffe: Jersey Einhorn Regenbogen Col. 4, Bio-Qualität von Albstoffe, von biostoffe.at, Bündchen fuchsia (exakt die selbe Farbe) aus dem :: stoffbüro ::

Walter Wal und noch ein Geburtstagsshirt

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Mein Neffe hatte vor kurzem Geburtstag und ich bin für ihn über meinen Schatten gesprungen. Er ist nämlich ein riesengroßer Wal-Fan und Steffi hatte kurz davor ihre neuesten Freebie-Fabelwald-Applikationsvorlagen - wo neben Möwe, Delfin und Hai auch Walter Wal dabei ist - rausgebracht. Ich bin eigentlich ja gar keine begeisterte Applikateurin, aber manchmal kann ich mich aufraffen und dann macht es auch Spaß und das Ergebnis gefällt echt gut. Hier also Walter Wal in Taupe auf Marine:


J wollte für seinen Cousin auch ein Leiberl bemalen. Er hat ein Restl in Melange-Grau mit Stoffmalstiften bemalt und wir haben das Shirt dann gemeinsam draus genäht. Ich finde ja die Kombi genial: Vorne grau, hinten marine und die Ärmel in grau-marine gestreift!


Und nun zur Bemalung des Leiberls: Ich bin da ja nicht mal annähernd objektiv, aber ich finde es immer wieder faszinierend, wie viel Geduld J für so viele Objekte hat. Es gibt eine Sonne, Himmel, darüber Mond und ganz viele Sterne. 


Und dann gibts noch ein Auto (mit Licht und viel Rauch) in einem Tunnel, dahinter eine rote Katze mit schwarzem Fell (ich liebe sie) und ein Haus mit Tisch und Sesseln drinnen. 


Was ich das nächste Mal anders machen werde: Ich hab das zugeschnittene Vorderteil mit Tixo auf die Malunterlage geklebt. Das nächste Mal werde ich gleich die ganze Nahtzugabe und den Bereich, wo die Saumnaht außen sein wird, abkleben. Denn so hat J halt auch sehr weit unten einige wichige Dinge gezeichnet und ich musste den Saum mit der Overlock versäubern und mit dem 3fach-Elastik-Stich umnähen, um nicht allzu viel vom Bild zu verdecken.

Aber ansonsten machen wir das jederzeit wieder so. Applizieren, malen und gemeinsam nähen. Optional auch verschenken, denn die Freude war groß!

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Wal-Shirt
Schnitt: Raglanshirt von Klimperklein, Größe 116
Applikation: Walter Wal aus den Freebie-Applikationsvorlagen von Fabelwald
Stoffe: Bio-Jersey in marine und taupe, Bio-Bündchen in marine, aus dem :: stoffbüro ::

Auto-Katze-Haus-Sonne-Mond-Shirt
Schnitt: Raglanshirt von Klimperklein, Größe 116
Stoffe: Bio-Jersey in marine aus dem :: stoffbüro ::, restliche Stoffe aus meinem Fundus

Weiß :: Brandless :: Sommertop

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Beim Schneiderei-Markt habe ich mir ein großes Stück weißen Jersey von brandless gekauft, ich habe euch kürzlich von erzählt. Nun ist schon Leiberl daraus entstanden! Das war einfach aufg'legt, so ein luftig leichtes Sommertop draus zu nähen!

Nach der ersten Probenaht auf dem Stoff mit der Overlock war ich etwas verzweifelt. Denn die Nadeln haben in den wirklich zarten Stoff einfach riesige Löcher gemacht!!!! Aber bei brandless gibts doch aus genau diesem Stoff Shirts zu kaufen?! Nach kurzer Nachdenkpause habe ich in die Overlock 70er Jerseynadeln eingebaut und damit ging es gut. Keine Löcher mehr, schöne Nähte! Phu, Erleichterung machte sich breit.


Genäht habe ich mir ein ärmelloses Top mit Passe und Kräuselung vorne. Der Schnitt ist aus Steffi Bruggers (Herzekleid & Fabelwald) Buch "Alles Jersey - Shirts und Tops". So ein Shirt habe ich euch ja damals bei der Buchvorstellung schon gezeigt und da ich dieses einfach total gerne mag, hab ich mich wieder dafür entschieden. Und ich dachte, dass die Kräuselung vielleicht vorteilhaft ist, was die Durchsichtigkeit des Stoffes anbelangt.

Ich muss sagen, das Shirt trägt sich ganz wunderbar! So ein angenehmer, leichter Baumwolljersey, kombiniert mit luftigem Schnitt ist echt super für heiße Tage. Das wird bestimmt ein Lieblingsshirt. :)


Ich fand es ja total schön, dass Selmin von Tweed&Greet für die #12coloursofhandmadefashion für den Mai weiß ausgesucht hat. Perfekt zum Einstimmen auf den bevorstehenden Sommer. Weiß ich für mich nämlich ziemlich eindeutig eine Sommerfarbe. Da traf sich das ja sehr gut mit dem erstandenen Jersey in weiß. Und so schicke ich mein Shirt nun zu Selmin und den weißen #12coloursofhandmadefashion. Habt ihr euch schon angeschaut, welch schöne Dinge da dabei sind?

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Sommertop
Stoff: GOTS-zertifizierter Jersey, weiß, 100% Baumwolle, über brandless
Schnitt: Im Baukastensystem aus dem Buch "Alles Jersey - Shirts und Tops" von Stefanie Brugger. EMF Verlag. 2017.